Experimentaufbau
- zielgeführte Datensammlung zum Beantworten der Forschungsfrage
- Gültigkeit (nur quantitative Studien)
- Wahrheitswert, der in der Studie gemachten Inferenzen
- nicht alle 4 Typen gleichzeitig erreichbar (inverse Relation zwischen internen und externen Typen)
- Validität nicht binär
- Konstanz: differenziellen Einfluss von Störvariablen aussachlten (durch statistische Technik, Kontrolltechniken, Versuchsaufbau)
Validitätstypen
- statistische Schlussfolgerung: Kovarianz der unabh. und abh. Variablen
- Existenz und Kraft der Beziehung ist korrekt (statistisch relevant)
- construct: adequate Repräsentation höhergeordneter Konstrukte der Operation
- Bedrohungen: inadequate Beschreibung, n Repräsentationen für 1 Operation, Effekte (Novelty, Disruption, Experimentierer), ...
- Teilnehmerreaktivität: Motive und Tendenzen beeinflussen Situationswahrnehmung und Antworten zur abh. Variable (zB positive Selbstrepräsentation)
- Experimentierereffekte: Aktionen und Charakteristken des Experimentierers, die die Antwort der Teilnehmer beeinflusst (zB Erwartungen, Attribute (physisch+psychologisch) des Experimentierers)
- intern: kausalen Zusammenhang von unabh. (Ursache) und abh. (Effekt) Variable
- Auswirkungen auf abh. Variablen B nur durch Variation der unabh. Variablen A (A→B, keine Störvariablen)
- benötigte Bed.: Beweis, Ursache geht Effekt voraus, keine alternative plausible Erklärung
- zus. Bedrohungen: Konstanz, Gleichheit der Gruppe, Regressionsartefakte (nur Auswahl von Extremas), additive/interaktive Effekte (kombinierter Effekt von mehreren Bedrohungen)
- Historie: externe Einflüsse zwischen Vor- und Nachtest (je länger, desto wahrscheinlicher; zB. durch Gespräche, Artikel)
- Instrumentierung: Messungsänderungen der abh. Variable mit der Zeit (Ungenauigkeit menschliche Beobachter (zB. Müdigkeit), Experimentator wird genauer / zuverlässiger)
- Reifung: interne Konstitutionsänderung eines Individuums über die Zeit ohne externen Einfluss (zB. Alter, Müdigkeit, Lernen)
- Reihenfolge-Effekte: Lerneffekte aufgrund der Aufgabenreihenfolge, Motivationseffekte (vorherige Aufgabe schnell gelöst; Übertragungseffekt)
- Selektion: ver. Selektionsmethoden für Vergleichgruppen (zB. nach Alter, Geschlecht; Selbstselektion)
- Sterblichkeit: Verlust von Teilnehmern --> unabh. Variable muss nicht Erklärung sein (wegen Gruppenunterschied)
- Subjekt-Effekte
- positive Selbstdarstellung (inter/-intratreatment Interaktion)
- Glaube an Hypothese --> Bestätigung, kein Glaube an Hypothese --> Widerlegung
- Experimentator-Effekt: Erwartungen beeinflussen Experimentator (zB. Motivieren der Subjekte, tendenziöse Dateninterpretation)
- extern: kausale Zusammenhang unab. von externen Faktoren (Umgebungen, Zeit, ...) / Verallgemeinerbarkeit
- Bedrohungen: Population, ökologisch, temporär, Behandlungsvariation, Ergebnis (Verallgemeinerbarkeit über verwandte abh. Variablen)
Kontrolltechniken
- Störvariablen konstant oder eliminiert --> keinen Einfluss
- Randomisierung (= gleiche Chancen, Selektion + Zuweisung) --> Voraussetzung Methode der Differenz (bekannte + unbekannte Variablen werden kontrolliert)
- Ineffektiv gegen Subjekt- und Experimentator-Effekt (nicht zufällig verteilt)
- Stichprobe muss repräsentativ sein
- Problem: externe Variablen trotz gleiche Gruppen
- Methode der Differenz: Gruppe äquivalent bis auf eine Variable, verursacht diese den Effekt
- Angleichung
- Problem: beobachtbarer Effekt sehr klein --> Randomisierung zu insensitiv
- Angleichung erhöht Empfindlichkeit des Experiments
- kein Ersatz für Randomisierung, sondern Zusatz
- Nachteile: nur an Matching Variablen gleichgestellt (Lösung: zus. Randomisierung)
- Variablen konstant halten: restriktiert Gruppengröße, nur generalisierbar für selbe Teilnehmertypen (zB. nur weiblich)
- externe Variablen einbauen ("blocking"): kontrolliert Matching Variable, für best. Teilgruppen (zB. IQ-Stufen), statistische Kontrolle: Einteilung während Datenanalyse
- Einschließung der Störvariable: vgl. faktorielles Experiment (Bsp: Intelligenz Störfaktor --> Einteilung nach IQ)
- yoked: temporäre Sequenz als Basis eines Events
- Gleichstellen der Teilnehmer
- Präzisionskontrolle: selektierte Variablen als Paarungsbasis, Paare zufällig verteilen, Probleme: welche Matching Variablen (kleinste Kreuzkorrelation, höchste Korrelation), mehr Variablen --> weniger Matchings, schlecht generalisierbar, manche Matching Variablen schwer messbar
- Frequenzverteilskontrolle: allgemeine Verteilung der gewählten Variable (zB. Stratifikation), Probleme: Kombinierung evtl. falsch zugeordnet
- Counterbalancing
- Kontrolle von Sequezenzierungseffekten
- Kategorisierung: order (auch zB. Zeitpunkt) + carryover (Beeinflussung durch vorherige Schritte)
- ineffektiv gegenüber differenziellen Carryover Effekten
- Teilnehmer
- random: Sequenzfolge zufällig pro Teilnehmer
- intrasubject: zuerst normale, dann umgekehrte Reihenfolge (falls Steigerung der Bewertung nicht linear --> andere Hälfte der Teilnehmer invertiert)
- Gruppe
- complete: alle möglichen Sequenzen zufällig auf Gruppen aufteilen
- incomplete: nicht alle, jede X gleich oft in jeder Position, jede X muss anderen X vorausgehen und folgen
- Teilnehmereffekte verhindern
- Double-Blind Placebo Method: Experimentierer + Teilnehmer kennen X nicht, manchmal nicht anwendbar
- bewusste Irreführung: andere Hypothese vorgeben (besser als keine: sonst eigene Hypothese), ethische Bedenken
- verborgenes Experiment: Teilnehmer weiß nicht über die Experimentteilnahme, ethische Bedenken
- Fragebogen: Zweck, Hypothese, Antwortarten + warum, Reaktion anderer
- Interpretationskontrolle: retrospektive oder gleichzeitige Berichte
- Experimentatoreffekte verhindern
- Aufnahmefehler: mehrere Beobachter (kennen Experimentierzustand nicht) oder maschinenunterstützt
- Attributfehler: Konstanthaltung
- Erwartungsfehler: Blindtechnik: Experimentierer kennt nicht Experimentierzustand, Automatisierung
Aufbau
- Plan, wie Forschungsfrage beantwortet wird + Kontrolle der Störvariablen
- schwach: kontrollieren nicht viele externe Variablen, schlechte interne Validität
- stark: höhere interne Validität, Techniken: Kontrolltechniken + Kontrollgruppen (= Experimentiergruppe ohne X, zum Vergleich + Kontrolle riv. Hypothesen)
- Legende: X (experimentelle Manipulation), O (Messung)
- mehrere Kontrollgruppen --> mehrere spez. Fragestellungen überprüfbar
- Auswahlkriterien: Kontrollgrupee? mehrere Vergleichsgruppen?, Vortest?, mehrere Nachtests?, zwischen oder innerhalb oder beides?, faktoriell?, mehrere abh. Variablen?
- schwacher Aufbau
- einzelne Gruppe nur Nachtest: kein Vergleich zu wie ohne X, anwendbar: spez. Hintergrundsinfromation bzgl. abh. Variable + andere Studien
- einzelne Gruppe mit Vor- und Nachtest: unkontrollierte rivalisierende Hypothesen (zB. Zeit, Instrumentation, ...), anwendbar: keine vergleichbare Kontrollgruppe
- nichtäquivalente Gruppen nur Nachtest: Selektion, anwendbar: Matching (verringert nur Selektionsproblematik)
- starker Aufbau
- Kontrollgruppe nur Nachtest: kontrolliert interne Validität (gleiche Gruppen), Probleme: Randomisierung !-> perfekte Äquivalenz, fehlender Vortest, evtl. nicht empfindlich genug
- angeglichen: benutze Matching vor Aufspaltung der Gruppen
- Kontrollgruppe Vor- und Nachtest: Vortest überprüft Qualität der Randomisierung, zus. Variableneinfluss messen, ceiling effect überprüfen, Kovarianzanalyse (falls abh. Variable leicht anders), emp. Beweis für Änderung, Problem: generalisiert nicht mit ohne Vortest
- Intrasubjekt nur Nachtest: alle erhalten X, regelmäßige O, selbstkontrollierend, Counterbalancing (sonst Reihenfolgeeffekte)
- Vorteile: perfekte Angleichung (hohe Empfindlichkeit), weniger Teilnehmer benötigt, Störvariablen (Alter, Geschlecht, Erfahrung) konstant
- Nachteile: ermüdend, nichtlineare Reihenfolgeeffekte, Einfluss von Reifung + Historie nicht feststellbar
- Gegenbalanciertes Experiment: zwei X, zwei Datenpunkte pro Teilnehmer, selbe Vorteile
- Ablauf: Gruppe1: X1 > Y1 > X2 > Y2, Gruppe2: X2 > Y2 > X1 > Y1, vergleiche: g1y1 + g2y1 mit g1y2 + g2y2
- Folgeeffekt eleminierbar (Unterschied zwischen Behandlung subtrahieren)
- faktorieller Aufbau
- mehrere unabh. Variablen (separate + gemeinsame Effekte) --> Haupt + Interaktionseffekte (unabh. Variable auf andere unabh. Variable)
- Haupteffekt: Randmittel pro unab. Variable
- Interaktionseffekt: eLinienplot der Zelldurchschnitte (7 Fälle, parallel ⇔ kein Effekt)
- mixed model: zwischen + innerhalb, weniger Teilnehmer
- Probleme: #unabh. Variablen praktisch begrenzt, schwerer, higher-order Interaktionen
- Vorteile: unbekannte Effekte inkludierbar (zB. Mann != Frau ?), interaktive Effekte beobachtbar,
- Quasi-Experiment
- nicht alle Anforderungen an Versuchsaufbau erfüllt (zB. Randomisierung)
- Gefährdungen: Selektion, Historie, Reifung
- Experiment Vor + Nachtest ohne zufällige Zuweisung --> Selektion (ver. starke Änderungen), lokale Historie (Vortest = Nachtest oder ver. starke Änderungen) beobachtbar
- kein Selektionseffekt: Vortest schlecht, Nachtest besser bei Versuchsgruppe